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Die Lomnitzer

Zwischen Wäldern, Wiesen und Feldern gelegen strahlt das kleine Dorf Lomnitz eine gewisse Ruhe aus. Etwa 960 Einwohner hat Lomnitz derzeit. Seit dem Jahre 1998 gehört Lomnitz zur Gemeinde Wachau.

 

Der Ort wurde erstmals am 27.10.1313 urkundlich erwähnt. Den Ortskern von Lomnitz bilden das Ritter-gutsgelände, der Komplex um das Bürgerhaus (ehemalige Schule) sowie die unweit davon stehende evangelisch-lutherische Kirche mit Pfarrhaus und Pfarrhof. Auf eine frühe Erstbesiedelung der heutigen Lomnitzer Flur weisen mehrere urgeschichtliche Funde wie Gräberfelder, unter anderem aus der Bronzezeit, hin. Wann ein erstes Vorwerk (landwirtschaftlicher Gutshof vor einer Befestigungsanlage) aufgerichtet wurde, ist bisher nicht belegbar. Das jetzige Rittergut entstand ab 1563 zunächst als Vorwerk von Wachau. Erst ab 1602 war es selbstständiges Rittergut. Unter anderem Johann Georg von Oppel war Rittergutsbesitzer und wurde nach seinem Tod 1661 in Lomnitz beigesetzt. Er war Geheimer Rat und Obersteuereinnehmer am Hofe Johann Georg I von Sachsen. Der letzte private Eigentümer war Dr. Westram, der 1945 enteignet wurde. Nach Kriegsende waren im Rittergut Wohnungen, später auch der Kindergarten, die Schulküche, ein Objekt der BHG und die Freiwillige Feuerwehr Lomnitz untergebracht. Nach 1990 hielt auch der Bauhof der Gemeinde Einzug. Jetzt leidet es mehr oder weniger unter dem Verfall der Gebäude. Mehrere Eigentümer wechselten.

 

Eine Dorfkirche wurde erstmals um 1495 erwähnt. 1840/41 wurde die jetzige Kirche neu errichtet. Das Pfarrhaus stammt wohl aus dem Jahre 1781. Eine Darstellung der Kirchengeschichte konnte noch nicht erstellt werden. Seit über 10 Jahren gibt es einen Förderverein Dorfkirche Lomnitz e. V., welcher sich unermüdlich um die Sanierung der Kirche in Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde bemüht. Viele einzelne Bauabschnitte konnten mit Spendengeldern fertig gestellt werden. Mittlerweile erstrahlt die Kirche in neuem Aussehen. Ein richtiges Schmuckstück, innen wie außen. Das Projekt Bleiglasfenster für das mittlere Altarfenster wurde nun auch realisiert. Darstellerisch wurde die Verbindung zu die beiden benachbarten Fenstern hergestellt.

 

Lomnitz ist wegen seiner Umgebung nicht nur bei Tagesausflüglern sondern auch Urlaubern zunehmend beliebt. In Lomnitz gab es drei Gaststätten. Das Volksheim Lomnitz verfügt über einen sehr schönen Saal, in dem unter anderem die Karnevalsveranstaltungen des Lomnitzer Carnevalclub stattfinden. Jedoch fehlt eine Bewirtschaftung der Gaststätte. Dazu gibt es noch die Buschschänke, welche jetzt altershalber geschlossen hat und die Schmalzbergschänke. In Lomnitz arbeiteten in früheren Jahren drei Mühlen. Die Buschmühle ist noch funktionstüchtig und kann mit Voranmeldung besichtigt werden.

 

Übernachtungsmöglichkeiten wie Ferienwohnungen oder Fremdenzimmer gibt es in Lomnitz bei verschiedenen privaten Anbietern.

 

In Lomnitz gibt es einige mittelständige Firmen. Auch altes traditionelles Handwerk ist zu finden, so z. B. zwei Schmieden. Eine davon ist über 330 Jahre in Familienbesitz, bzw. in neunter Generation.

 

Lomnitz erreicht man bequem über die BAB A 4 oder über die Kreisstraße K 9252 von Ottendorf-Okrilla kommend bzw. über Radeberg-Wachau. Auch die Verbindung mit Zug und Bus von Dresden über Ottendorf-Okrilla nach Lomnitz (nicht am Wochenende) kann genutzt werden. Die Nachbargemeinden heißen: Großnaundorf, Wachau, Seifersdorf und Ottendorf-Okrilla.